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Waldmeister-Zauberschnitten

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Der erste Mai steht vor der Tür und die Natur gibt alles, um den Wonnemonat gebührend zu begrüßen. In leuchtenden Farben blühen Blumen, Bäume und Wildkräuter. Der Waldmeister steht bereit und will geerntet werden. Doch zuvor wird es magisch: Heute ist Walpurgisnacht - die Nacht, um die sich so viele Mythen und Zauber ranken, in denen so manches Kräutlein eine wichtige Rolle spielt.

So sagt man beispielsweise dem Gundermann nach, dass ein aus diesem Wildkraut geflochtenen Kranz im Haar hilft, das Böse zu sehen und sich deshalb nicht nur vor den Gefahren der magischen Nacht schützen kann.

Ein Flechtkranz aus Waldmeister, den man um den Arm trägt, schützte im Mittelalter vor dem bösen Zauber der Hexen.

Zum Brocken wandeln wir in der Walpurgisnacht, um uns beliebig nun hieselbst zu isolieren.” (J. W. v. Goethe – „FAUST. Erster Teil”)

Da kann ich mich wohl glücklich schätzen, dass beide Kräuter in meinem Garten wachsen. Die Walpurgisnacht kann also kommen. Und während sich die Hexen zum Tanz rüsten und ihre Besen flugtauglich machen, nutze ich den Tag für ein ganz besonderes Gebäck für diese ganz besondere Zeit: Zauberschnitten mit Waldmeister.


Dieser Kuchen geht ganz einfach und hat einen tollen Effekt. Durch die spezielle Zubereitung mit Eischnee, der nur grob unter die restlichen Zutaten gerührt wird, bilden sich beim Backen die Schichten: ein dünner mürbteigartiger Boden, eine puddingähnliche Füllung und eine fast streuselartige Deckschicht.

Ich finde den Zauberkuchen wirklich zauberhaft. Er schmilzt beim Essen fast im Mund und lässt sich gut zu einem Ausflug oder Picknick mitnehmen - oder eben als Flugproviant.😉

Probiert diese außergewöhnliche Leckerei doch mal aus. Und wer beim Backen der Waldmeister-Zauberschnitten ein paar gute Wünsche spricht, wer weiß, was der Mai dann noch so alles an Gutem bringt.

Hier kommt das Rezept, wie immer ganz nach dem Küstencookie-Motto: Nich' lang schnacken - einfach backen!



Waldmeister-Zauberschnitten

(Für eine eckige Form mit 25x25 cm)

Das braucht Ihr:

Für den Teig:

  • 1 Tasse frischer Waldmeister

  • 1 Tasse flüssige Sahne

  • 1 Tasse Milch

  • 4 Eiweiß

  • 1 Msp. Salz

  • 4 Eigelb

  • 1/2 Tasse Rohrohrzucker

  • 2 Eßl Waldmeistersirup

  • 8 Eßl zerlassene Butter

  • 3/4 Tasse Dinkelvollkornmehl

  • 1 Tl Zitronenabrieb


Für die Deko:

  • Puderzucker


So geht's:

  1. Am Vortag Sahne mit Milch mischen und den Waldmeister darin über Nacht ziehen lassen, dann Waldmeister raus nehmen.

  2. Am Backtag eine eckige Backform oder Auflaufform mit Backpapier auslegen.

  3. Den Backofen auf 160°C Ober/-Unterhitze vorheizen.

  4. Eiweiß mit Salz steif schlagen, bis steife Spitzen stehen bleiben, wenn die Rührbesen herausgenommen werden.

  5. Eigelb mit Zucker etwa 5 Minuten lang hell cremig rühren.

  6. Mehl und Zitronenabrieb unterrühren.

  7. Butter unter Rühren einfließen lassen.

  8. Waldmeistersirup und Sahne-Milch gut unterrühren.

  9. Den Eischnee auf einmal zugeben und mit einem Teigschaber grob untermengen. Das geht am besten, wenn Ihr den Schnee zwölfmal mit dem Teig langsam umrührt. Es sollen große Eiweißflocken zu sehen sein, wie auf dem Foto über dem Rezept.

  10. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 160°C etwa 65 bis 70 Minuten goldbraun backen.

  11. Nach der Backzeit den Kuchen mit dem Backpapier aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

  12. Mit Puderzucker bestäuben und in Quadrate schneiden.


Guten Appetit und einen schönen Start in den Wonnemonat Mai.

 

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