Grünkohl-Muffins und Biikebrennen

enthält Werbung durch Verlinkung* Eigentlich feiern wir in Nordfriesland am 21. Februar das traditionelle Biikebrennen, das Anzünden riesiger Feuer entlang der nordfriesischen Küste, mit denen wir den Winter verabschieden... 🔥 ...wäre da nicht das kleine Monster namens Corona, das einem alles verdirbt. Nix ist mit dem nordfriesischen Winteraustreiben in diesem Jahr. Aber dafür feiern wir im nächsten Jahr um so fröhlicher. Traditionell findet normalerweise nach dem Biikebrennen das Grünkohlessen statt.🥬 Fast alle Gaststätten sind bereits Wochen oder gar Monate im Voraus ausgebucht und servieren oft den Grünkohl in Buffetform - so wie es in Nordfriesland üblich ist mit Kohlwurst, geräucherter Schweinebacke, Kassler und karamellisierten Kartöffelchen... und nach dem Essen trinkt man gerne einen Aquavit oder Köm. Der ist nach dem üppigen Schlemmen auch wirklich sehr hilfreich. 😄 Dieses Jahr bieten einige Restaurants einen Abholservice an, so dass man wenigstens auf den Grünkohl nicht ganz verzichten muss, wenn schon keine Biikefeuer brennen. Das finde ich klasse und unterstütze gerne die hiesige Gastronomie. Der Blick in den Kalender verrät mir für den 20. Februar noch ein ganz anderes besonderes Datum: Da feiert man in den USA den "Tag der Muffins". Das ist ja ganz meins! Und nun ratet mal, was mein wunderbares Kopfkino aus diesen beiden Ereignissen gezaubert hat: Jaaaa! Grünkohl-Muffins! Hört sich merkwürdig an? Mag sein, aber in dieser Zeit ist sowieso alles anders, da darf auch der Grünkohl mal anders serviert werden. Und glaubt mir, diese kleinen grünen Leckereien sind der Hammer! Meine KollegInnen waren begeistert... und ich auch. 😊 Damit die Grünkohl-Muffins auch richtig nordfriesisch werden, sind sie mit Friesaki - der nordfriesischen Antwort auf griechischen Feta von unserer Friesischen Schafskäserei auf Eiderstedt und mit Holsteiner Katenschinken verfeinert. Letzteren können die Verlies unter Euch auch einfach weglassen - die Muffins sind auch ohne der Hammer. Alternativen zu Friesaki und Katenschinken für alle, die nicht das Glück haben hier in Nordfriesland zu wohnen, findet Ihr im Rezept und das kommt jetzt gleich, wie immer ganz nach dem Küstencookie-Motto: Nich' lang schnacken - einfach backen! Grünkohl-Muffins (Ergibt 12 - 15 Stück) Zutaten: 200 g Grünkohl 1 kleine Zwiebel, gewürfelt 50 g Katenschinken, gewürfelt (alternativ: Räucherschinken, am besten luftgetrocknet) 1 Msp Kümmel, gemahlen 100 g Friesaki (nordfriesischer Feta, alternativ: Fetakäse), klein gewürfelt 60 ml Rapsöl 200 g Mehl 1 Pck. Backpulver 1 Msp. Meersalz 1 Prise Pfeffer 1 Prise Zucker 1 Ei 200 ml Buttermilch Für die Deko: Körnermix (z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam...) Zubereitung: Grünkohl waschen, putzen, in mundgerechte Stückchen schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren. In einem Sieb sehr gut abtropfen und abkühlen lassen. Mit Zwiebel, Käse, Kümmel und Schinken mischen. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen, oder Silikonförmchen kalt ausspülen. Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und Pfeffer gut mischen. Öl, Ei und Buttermilch zugeben. Alles rasch mit einem Rührlöffel (Kochlöffel mit Loch) zu einem glatten Teig rühren. Grünkohl-Mischung zugeben. Den Teig mit einem Eisportionierer in die vorbereiteten Muffinförmchen geben. Mit Körnern nach Belieben bestreuen. Muffins im vorgeheizten bei 180°C etwa 15 - 20 Minuten lang goldgelb backen. Etwa 5 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen. Guten Appetit! *) Die Gesetzgebung in Deutschland fordert die Erfüllung einer Kennzeichnungspflicht, wenn man in seinem Blog andere Seiten verlinkt - sprich Werbung macht. Dieser Pflicht komme ich hiermit nach: Dieser Beitrag enthält Links zu Seiten von Kooperationspartnern von Küstencookie. Die tun nix! Wer nicht mag, muss nicht draufklicken, verpasst aber dafür tolle Seiten, Tipps und noch tollere Menschen, die dahinter stecken.

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